Hochbeet befüllen leicht gemacht

Hochbeet anlegen

Seit einiger Zeit ist es wieder sehr beliebt, selbst Obst und Gemüse anzupflanzen. Ehrlich gesagt, bin ich mit einem reinen Obst- und Gemüsegarten groß geworden. Meine Großmutter nutzte diesen nicht zum Erholen oder für das Ballspielen der Enkel. Nein, Selbstversorgung war der Zweck! Aber durch das große und günstige Angebot in Supermärkten, geriet der Selbstanbau zunehmend in Vergessenheit.Nun sehe ich sie aber wieder überall! Hochbeete! Ob in Gärten, auf Balkonen oder sogar mitten in der Stadt als Gemeinschaftsnutzung in Hinterhöfen oder auf dafür vorgesehenen städtischen Flächen. Aber wie funktioniert eigentlich das Hochbeet befüllen?

Hochbeet befüllen
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Die Beliebtheit von Hochbeeten wächst

Hochbeete sind nämlich super praktisch. Und das hat vielerlei Gründe. Erstens ist es für den Gärtner rückenschonend, weil die Beete zwischen 30 und 80 cm hoch sind. Zweitens erreichen Schnecken und andere kriechende Tiere den Salat und Co. nicht ganz so einfach. Drittens werden Hochbeete schneller warm als normale Beete. Dies hat eine längere Erntezeit und höhere Erträge zur Folge.

Aber wie lege ich denn ein Hochbeet richtig an?

Verschiedene Arten von Hochbeeten

Bevor ich zum richtigen Befüllen eines Hochbeetes komme, möchte ich Dir zeigen, dass es ganz verschiedene Arten von Hochbeeten gibt. Hochbeete können aus Stein, Holz, Kunststoff oder Aluminium sein. Außerdem können Hochbeete ganz unterschiedliche Größen und Höhen besitzen. Für kleinere Gärten oder Balkone eignen sich zum Beispiel besonders Hochbeete auf Stelzen.

Baust Du Dir selbst ein Hochbeet, musst Du also zuerst hinsichtlich Größe und Material eine Wahl treffen. Einfacher geht es da mit einem Bausatz aus dem Baufachmarkt, bei dem Du allerdings auch unterschiedliche Materialien und Größen kaufen kannst.

Tipp: Ein Hochbeet aus Holz muss alle paar Jahre erneuert werden, da das Holz verrottet. Durch das Auslegen mit einer dicken Folie kann die Haltbarkeit verlängert werden.  

Hochbeet befüllen Schichten
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Hier ein paar Hochbeete zum selbst zusammenbauen:

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Ein Hochbeet richtig befüllen

Hast Du Dich für ein Hochbeet entschieden und einen Platz im Garten oder auf dem Balkon gefunden, geht es ans richtige Befüllen. Besonders gut eignen sich der Frühling oder der Herbst zum Anlegen eines Hochbeetes, da zu dieser Zeit Bäume und Sträucher zurückgeschnitten werden.

Die vier Schichten eines Hochbeets:

  1. Die erste und unterste Schicht eines Hochbeets besteht aus zerkleinertem Schnittgut, dass gut angedrückt werden sollte. Diese Schicht übernimmt die Funktion einer Drainage und hält der Verrottung am längsten Stand. TIPP: Bevor Du die erste Schicht in das Hochbeet gibst, lege zuerst Kaninchendraht am Boden aus, um Nager aus Deinem Hochbeet fernzuhalten. 
  2. Die zweite Schicht besteht aus Laub, Rasenschnitt oder Stroh. Auch diese muss sehr gut festgestampft werden, damit sie später durch das noch folgende Gewicht nicht zusammenfällt.
  3. Die dritte Schicht setzt sich aus Komposterde zusammen. Diese ist besonders Nährstoffreich und gut für das Wachstum Deiner Pflanzen.
  4. Die vierte und letzte Schicht ist dann normale Gartenerde oder auch spezielle Hochbeeterde.

 

Hochbeet befüllen: 4 Schichten

 

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Die Idee eines Hochbeets besteht darin, dass sich das geschichtete Material unterschiedlich schnell zersetzt und kontinuierlich Nährstoffe und Wärme freigibt. Denn durch die Verrottung organischer Bestandteile wie Äste oder Kompost entsteht wertvoller, nährstoffreicher Humus im Beet. Es kann so auch auf den Einsatz von Düngemitteln verzichten werden, denn die Pflanzen gedeihen auch so besser, weil die Erde lockerer und durch die spezielle Schichtung nährstoffreicher ist.

Durch den Prozess der Verrottung sackt allerdings die Füllung stetig ab, sodass immer wieder Erde nachgefüllt werden muss. Nach drei bis fünf Jahren muss das Hochbeet dann komplett neu geschichtet werden.

TIPP: Aufgrund der höheren Temperatur durch die Verrottung kann die Erde des Hochbeetes schnell austrocknen. Aus diesem Grund muss vor allem an warmen, sonnigen Tagen regelmäßig und reichlich gegossen werden. 

Tipp: Größere Mengen günstiger Komposterde bekommt man oft bei der nächsten Kompostierungsanlage.

Hochbeet sinnvoll bepflanzen

Vor dem Bepflanzen gibt es noch einige Dinge zu beachten:

  • Wähle die Pflanzen nach dem Nährstoffverbrauch aus. In den ersten beiden Jahren enthält das Hochbeet die meisten Nährstoffe, weshalb es sich lohnt, das Hochbeet zu Beginn mit starkzehrenden Pflanzen zu bepflanzen. Sie entziehen dem Boden beim Wachsen besonders viele Nährstoffe, vor allem Stickstoff. Starkzehrer sind schnell wachsende Pflanzen, die eher große Früchte tragen. Dazu gehören: Tomaten, Gurken, Lauch, Brokkoli, Blumenkohl oder andere Kohlsorten.
  • Grundsätzlich eignen sich für ein Hochbeet fast alle Gemüsesorten und Kräuter. Bei der Sortenauswahl solltest Du jedoch Wuchskraft und Wuchshöhe achten, da der Platz in Deinem Hochbeet beschränkt ist. Hoch wachsende Pflanzen, wie Paprika oder Tomaten, solltest Du in die Mitte des Hochbeets setzen, damit sie den anderen Pflanzen nicht die Sonne wegnehmen. Rankende Pflanzen, wie Gurken oder Erdbeeren, eignen sich für die Seiten des Hochbeets. Dort können sie auch optisch sehr dekorativ herunter ranken.

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Hochbeet aus Paletten bauen
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TIPP: Es gibt auch klein bleibende Arten von Tomaten, Paprika und Gurken. Lass Dich hierzu im Fachhandel beraten.

TiPP: Informiere Dich vor dem Kauf Deiner Hochbeetpflanzen, welche Pflanzen sich auf dem engen Raum vertragen und welche nicht!

 

Ich hoffe, Dir haben meine Tipps und Tricks rund um das Thema Hochbeet befüllen geholfen. Nun wünsche ich Dir viel Spass beim Umsetzen!

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