Seines Glückes Schmied

Seit Beginn unseres Lebens wird uns erklärt wie die Welt
funktioniert. Was man machen soll, was man lieber lassen sollte. Vieles davon ist
gut und auch nützlich. Was allerdings nicht nützlich ist, wenn man einem sagt
„Das kannst Du nicht“ „Das schaffst Du nicht“ und auch später heißt es denn
„wie willst u denn das werden mit Deinem Schulabschluss?!“ um nur ein Beispiel
zu nennen. Was aber das schlimme ist, wenn man einem oft genug sagt, dass man
nichts wert ist, dann glauben wir irgendwann selbst daran. Wir verlieren den
Ehrgeiz was zu schaffen, denn schließlich „werden wir es eh nicht schaffen“.
Meine Eltern, vor allem meine Mutter, hat mich immer eingetrichtert (vielleicht
anders als ich es gebraucht habe), dass ich es
selbst in der Hand habe, ob ich nachher ein angenehmes Leben habe werde.

Jetzt könnte man sagen, „Naja viele Ereignisse kann man doch
nicht planen“ und ich sage das stimmt, sogar zu 100%. Allerdings ist es Eure
Einstellung mit der Ihr diesen Ereignissen begegnet und wie Ihr damit umgeht, ob
diese Euch stärker werden lassen. Viele die es mit einem „gut meinen“ werden meist
nicht durch Güte getrieben, sondern durch andere Motive, die sie euch dann schön
verpackt präsentieren. Gut gemeinte Ratschläge können einen oft entmutigen
und das ist ziemlich schade. In jedem von uns steckt so viel drin und nur
Ihr könnt es rausholen. Natürlich ist Hilfe von außen toll, aber was wenn es
keine Hilfe sondern ein Hindernis ist? Wie erkennt man diese Hindernisse?

Ganz ehrlich?!

Es ist wirklich schwer, denn manchmal merken Menschen gar
nicht, dass sie Ratschläge geben, die nicht vom Herzen kommen, sondern von
Neid, Missgunst oder ähnlichen Motiven. Aber was Ihr machen könnt: Hört selbst
in Euch hinein. Vielleicht wird eine ganze Zeit lang nichts passieren und Ihr werdet nur
Euer eigenes Echo hören. Denn das „Ich“ ist so tief vergraben unter all den
gut gemeinten Ratschlägen, dass es sich gar nicht mehr traut rauszukommen und
sich zu Wort zu melden. Es wurde einfach schon zu oft untergraben und denkt
sich “Wozu die Liebesmüh?“. Aber ich verspreche Euch, je häufiger Ihr nach dem Ich
suchen werdet, desto mutiger wird das Ich werden. Irgendwann, wenn es sich durch alles, was es auch immer gehört hat gekämpft hat, wird es
sich melden. Zuerst zaghaft, denn es ist ziemlich verletzt worden, aber dann
immer lauter. Wenn ihr es ganz zaghaft hört, gebt nicht auf, sondern gebt
dem Ich (also Euch selbst) die Chance Entscheidungen zu treffen. Lasst Euch von
niemanden erzählen was Ihr könnt oder nicht könnt. Geht den Weg den Ihr gehen
wollt. Ich sage nicht, dass man zu Egoisten werden soll, nur, dass Ihr einfach
auf Euch hört. Wer außer Euch selbst könnte es „gut mit einem meinen“.

Eure Evi aus dem Norden

2 Kommentare

  1. aus der seele gesprochen… bei mir war es damals so das mir immer eingetrichtert wurde nichts ist gut genug…

    ich verfolge dich mal weiter… vielleicht magst du mein "neues blogbaby" auch einmal besuchen… ich würde mich freuen…

    liebe grüße KD bausatz.blogspot.de

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