Warum sollte man Kleinkindern vorlesen? Kinderzimmer Leseecke Ideen

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Es wird empfohlen schon Kleinkindern vor zu lesen, aber warum eigentlich? Und lohnt es sich dafür eine extra Leseecke im Kinderzimmer zu gestalten? Ja und Ja: Warum? Das verrate ich Dir in diesem Artikel.

Kommen wir zuerst zu der Frage:

weshalb es sinnvoll ist schon Kleinkindern vor zu lesen?

  1. Bei Kindern gibt es das aktive und passive Zuhören/Reden. Das aktive kann man bei Kindern beobachten, die schon früh anfangen zu sprechen. Ob das Kind aktiv spricht, lässt sich leicht feststellen. Beim passiven ist es um einiges schwieriger, aber nicht unmöglich. Unsere Große gehörte nicht zu den Kindern, die früh gesprochen haben, aber sie hat vieles verstanden. Habe ich sie z.B. (mit 18 Monaten) gebeten  den Tisch zu decken, konnte sie das nicht nur körperlich ausführen, sondern sie hat es auch verstanden. Sie nahm einen Teller aus der Schublade und brachte diesen zu Ihrem Platz. Und genau das ist es, was Kinder beim Lesen lernen. Sie erweitern ihren Wortschatz, ob jetzt aktiv oder passiv. Zusätzlich lernen sie beim Vorlesen die Aussprache der Worte. Auch wenn es zuerst nur im Kopf abgespeichert wird. Um Sprechen zu lernen, muss man erstmal zuhören.
  2. Wer seinen Kindern vorliest, fördert die Fantasie (Kreativität) von Kindern. Um sich später im Leben gut zu Recht zu finden. Eine wichtige Eigenschaft.
  3. Zum Runterkommen am Abend. Bei uns ist es ein Ritual, dass abends vorgelesen wird. Zum einen ist es eine Regel, die unseren Kindern Geborgenheit gibt, weil sie dem Tag Struktur verleiht. Zum anderen können die Kinder am Abend besser runter kommen und zu Ruhe finden, als wenn man ein Fangspiel am Abend spielt.
  4. Durch das Vorlesen (schon bein Kleinkindern) wird die Konzentration gefördert. Wer den Verlauf der Geschichte verfolgen möchte, muss sich unweigerlich auf die Geschichte konzentrieren. Diese Eigenschaft ist nicht zuletzt in der Schule sehr wichtig.
  5. Wir fördern mit dem Vorlesen von Anfang an die Eltern-Kind-Beziehung. Diese gemeinsame Zeit, die nur für das Kind reserviert ist, kommt im Alltag oft zu kurz. Viel zu kurz.
  6. Zusätzlich ist es durch Studien erwiesen, dass durch das Vorlesen auch das Vorstellungsvermögen gefördert wird.

Durch das Vorlesen schon im Kleinkindalter und früher setzen wir positive Anreize für die Ausbildung des Gehirns und stärken es um leistungsfähiger zu werden.

Was sollte man beim Vorlesen beachten?

  1. Erlaube Deinem Kind Zwischenfragen zu stellen. Rattere die Geschichte nicht einfach nur so runter, weil Du Dich nach Feierabend sehnst. Natürlich wird es immer wieder Ausnahmen geben, denn es gibt auch einfach anstrengende Tage. Aber es sollte nicht zur Regel werden. Wenn Dein Kind Fragen zum Buch stellt, beschäftigt es sich mit der Geschichte. Das heißt es denkt über das Geschehen in der Geschichte nach. Dies dient wiederum der Sprachförderung, da es die Frage formulieren muss.
  2. Vor allem im Baby und Kleinkindalter ist es wichtig dem Kind zu erklären, was man sich im Buch ansieht. Damit das Kind auch die Möglichkeit bekommt zu sehen, was ihm gerade vorgelesen wird. So schafft das Kind die Verbindung von den Wörtern zu den passenden Gegenständen.
  3. Räume die Bücher nicht in die hinterste Schublade. Denn Kinder leben oft nach dem Prinzip „Aus den Augen, aus dem Sinn“. Können die Kinder an die Spielsachen/Bücher selber rangehen, steigert dies das Interesse an diesen Sachen.
  4. Haben sich unsere Mädchen erstmal in ein Buch „verliebt“, dann wollten sie es drölftausend Mal vorgelesen haben. Es ist zwar nervig und einige der Kinderbücher kenne ich selbst schon auswendig, aber wenn ein Kind ein Buch immer wieder vorgelesen haben möchte, dann hat es immer einen Grund (laut meiner Hebamme). Entweder die ganze Geschichte oder etwas anderes in der Geschichte beschäftigt das Kind, was wiederum für die Entwicklung des Kindes wichtig ist.
  5. Das Vorlesen sollte nicht zwischen Tür und Angel geschehen. Nehme Dir Zeit für Dein Kind! Wenn wir nun dabei sind: Wenn Du die Möglichkeit hast, dann gestalte/richte eine Leseecke im Kinderzimmer ein. Entweder baust Du nach unserer Anleitung ein Kuschelhaus oder Du gestaltest eine Leseecke  im Kinderzimmer. Aber vielleicht hast Du den Platz, um eine gesonderte Ecke im Haus als Leseplatz zu gestalten?! Wenn dem so ist, dann zeige ich Dir im nächsten Abschnitt wie unsere Leseecke aussieht.

Unser Platz für die Leseecke

Bei der Planung von Schwedenhäusern ist der obere Bereich oft nicht so eng geplant wie bei den konventionellen Häusern. Der Platz, der dadurch entsteht, nennt man Allrum. Es ist ein so genannter Gemeinschaftsraum. Lange haben wir überlegt, was wir mit dem Platz anfangen. Die erste Überlegung war daraus einen begehbaren Kleiderschrank zu machen. Dies habe ich schnell verworfen, da wir den Allrum wirklich als Gemeinschaftszimmer nutzen wollten. Aus dem gleichen Grund haben wir dort auch kein Arbeitszimmer eingerichtet.

Zwischenzeitlich stand die Überlegung im Raum daraus ein 3. Kinderzimmer zu machen, aber auf Grund vom fehlenden 3. Kind wurde auch diese Überlegung verworfen.

Aufbau vom Jahreszeitenbaum oder Schienenbaum

Nachdem ich vor 3 Jahren diesen Schienenbaum zwischen den Kinderzimmer an die Wand gebracht habe und mit der Größe des Baumes unzufrieden war, entschied ich mich die Wand gegenüber des Aquariums im Allrum zu nutzen. Hier konnte ich dem Baum einem größeren Platz einräumen.

Wie der kleine Baum aufgebaut ist, kannst Du im Blogpost Jahreszeitenbaum / Erinnerungsbaum nachlesen und wie er aussieht zeige ich Dir jetzt:

Wie oben schon erwähnt, fand ich den Baum schön, allerdings war er mir zu klein. Warum ich ihn auch als Erinnerungsbaum oder Jahreszeitenbaum bezeichne?

An den Schienen habe ich mit der Heißklebepistole kleine Wäscheklammern angebracht. Damit lassen sich dort entweder Fotos befestigen oder Du hast die Möglichkeit den Baum passend zur Jahreszeit zu dekorieren.

Grundsätzlich kommt aber die Idee mit dem Baum im Kinderzimmer bzw. als Leseecke von meiner Schwiegermama. Sie hatte schon vor 40 Jahren einen Baum an der Wand dazu genutzt um die Leseecke im Kinderzimmer zu gestalten. Nun gut, genug Geschichte!

Wie sieht nun unsere jetzige Leseecke aus?

Ein Baum aus Schienen ca. 5 Pakete vom Schweden 2 Grundpakete und 3 Erweitungespakete. Ihr benötigt nämlich mehrere Verzweigungen für diesen Schienenbaum.

Die Gewürzregal vom Schweden haben wir umgewandelt und nutzen diese jetzt als Bücherregale. Ich muss allerdings auch zugeben, dass unsere Kleinste versucht hat diese als Klettergerüst zu nutzen. Natürlich sind zwei davon aus der Wand gerissen. 😀 Aber man kann sie wieder gut anbauen.

Wir haben eine Lampe mit warmen/sanften Licht um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen aufgestellt.

Und damit man nicht auf dem „kalten“ Boden sitzt, haben wir ein großes Kissen hingelegt.

Wir lieben unserem Gemeinschaftsraum und dort unten am Baum sitzen nicht nur unsere Mädchen gerne.

1 Kommentar

  1. Was für ein gelungener Post zum Thema „Vorlesen“! Er gefällt mir sehr gut! Auch den „Schienenbaum“ und die Leseecke finde ich wunderschön gestaltet. Beim durchstöbern deines Blogs habe ich heute gedacht „Es muss großartig sein als Kind in Eurer Familie und diesem tollen Haus groß zu werden“. Ihr wirkt so harmonisch und das Haus ist einfach nur der Hammer! Ich freue mich noch auf viele Beiträge von dir! Liebe Grüße und habt einen schönen Sonntag 😊

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